Spiegeltherapie

Spiegeltherapie

Die Spiegeltherapie ist noch eine relativ neue Therapieform, die zunächst bei Patienten nach Amputation und Phantomschmerz angewandt wurde, deren zunehmender Erfolg jedoch dazu führte, sie u. a. auch bei Patienten mit Lähmungen nach Schlaganfall einzusetzen.

Ein Spiegel wird, auf einem Tisch oder am Boden stehen, so vor dem Patienten platziert, dass die gesunde Extremität gespiegelt wird und die kranke dahinter verborgen bleibt. Der Blick des Patienten geht in den Spiegel und dort entsteht für das Gehirn die Illusion zweier gesunder Körperhälften. Je mehr der Patient bereit ist, sich auf diese Illusion einzulassen, desto erfolgreicher ist die Methode.

Werden nun von der gesunden Extremität Bewegungen ausgeführt, die vom Patienten im Spiegel beobachtet werden, werden genau die Areale in der betroffenen Gehirnhälfte „trainiert“ die durch den Schlaganfall beeinträchtigt sind. Das Verständnis für die genauen Vorgänge hierbei wurde durch die moderne Hirnforschung aufgedeckt: Viele Zentren im Gehirn, die für Bewegung zuständig sind, werden alleine durch die Beobachtung der Ausführung einer Bewegung aktiviert! Diese Tatsache machen sich z. B. Sportler schon lange zunutze, indem Bewegungen zunächst mental trainiert werden.

Für wen eignet sich die Spiegeltherapie?
  1. Patienten, die eine vollständige Lähmung der betroffenen Extremität haben. Hier ist das visuelle Feedback besonders deutlich und stellt für das Gehirn einen starken Reiz dar.
  2. Patienten mit sensiblen Defiziten und Wahrnehmungsstörungen, unabhängig von der Schwere der Lähmung
  3. Patienten mit Phantomschmerzen nach Amputationen
Wann sollte mit der Spiegeltherapie begonnen werden?

Sowohl akut betroffene Patienten, als auch solche, bei denen das Ereignis schon länger her ist, können davon profitieren.

Wie oft sollte man therapieren?

Es sollte über einen Zeitraum von 4–6 Wochen mindestens 3 x pro Woche ca. 15–20 Minuten therapiert werden.

Spiegeltherapie und Akupunktur

Um meinen Patienten möglichst umfassend zu helfen und alle mir möglichen Register zu ziehen, kombiniere ich die Spiegeltherapie mit der „Neuen Schädelakupunktur nach Yamamoto“, die ihre Stärken besonders bei der Behandlung von Lähmungen hat.

Wenn gewünscht, kann die Spiegeltherapie auch tiergestützt durchgeführt werden.

Durchführung der Therapie

Die Spiegeltherapie kann sowohl in den Praxisräumen in Oberdürrbach, als auch (für Patienten, die keine Treppen steigen können) in einem ebenerdigen Therapieraum in Maidbronn (hier auch tiergestützt möglich) durchgeführt werden. Auf Wunsch werden auch Hausbesuche durchgeführt.